bookmark_borderWA201 Perfect Blue

Erstmals besprechen wir einen Zeichentrickfilm bei uns im Podcast. Die Gelegenheit war günstig, denn im Rostocker Lichtspieltheater Wundervoll wurde eine frisch restaurierte digitale Kopie dieses herrlich verrätselten Anime-Klassikers gezeigt. „Perfect Blue“ fordert volle Aufmerksamkeit und schont seine geneigten Zuschauer nicht. Wir suchen und finden Worte für diese sehr irritierende Mischung aus Naturalismus und brutaler Verzerrung des Schicksals eines Popsternchens, das von einer maskulinen Meute verschlungen wird.

Eine Korrektur sei noch nachgereicht: Christian behauptet fälschlicherweise dieser Film wäre eine Vorlage für das Drehbuch von Christopher Nolans „Inception“ gewesen. Tatsächlich sagt man das einem anderen sehenswerten Film von Regisseur Satoshi Kon nach: „Paprika“ von 2006.

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Christian Dzubiel
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Max Roth

bookmark_borderWA196 Silence of the Lambs

Bestens gelaunt treffen wir uns, Filmverführer Max und Filmverkäufer Christian, beim Kinogottesdienst und huldigen dem Herrn Jonathan Demme. Ihm ist nach unserer Ansicht ein seltenes Meisterwerk im Hollywood-System gelungen. Ausführlich widmen wir uns den eindringlichen Nahaufnahmen von Körperoberflächen und Seelenlandschaften. „WA196 Silence of the Lambs“ weiterlesen

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Christian Dzubiel
Betet nur im Kino.
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Max Roth
Trinkt keinen Chianti.

bookmark_borderWA195 Seven

David Fincher verfilmte vor 30 Jahren das Drehbuch von Andrew Kevin Walker und es gelang ihm mit seinem zweiten Spielfilm bereits ein moderner Klassiker. Erwartet viel wohlwollendes Geplauder über diese pessimistische Geschichte von drei unterschiedlichen Männern, die ihre sehr eigenen Antworten finden, wie die vermeintlich hoffnungslos verlorene Menschheit noch die Kurve bekommen könnte. „WA195 Seven“ weiterlesen

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Christian Dzubiel
Hofft heimlich doch auf’s HappyEnd.
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Max Roth
Stimmt auch dem ersten Teil zu.

bookmark_borderWA193 The Last of the Mohicans

Kriegsführung als ästhetisches Feuerwerk. Ein Roadmovie zu Fuß durch die Berge. Wir lassen uns mitreißen und ergänzen uns gegenseitig mit den Fundstücken unserer Wahrnehmung. Wir sprechen unter anderem über die enorm aufwendig gestalteten Bilder, das auffällig unromantische Abschlachten und die zauberhaften Hauptdarsteller. Bedenkliche Erinnerungslücken gibts es ungefragt dazu. Danke fürs Zuhören. „WA193 The Last of the Mohicans“ weiterlesen

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Christian Dzubiel
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Max Roth
Sieht überall Busse.

bookmark_borderWA184 Total Recall

Wir sind auf den Mars gereist! Von der li.wu.-Schatzkiste im Lichtspieltheater Wundervoll in Rostock ging es über die Leinwand durch Raum (auf den Mars) und Zeit (ins Filmjahr 1990 und von dort nach 2084). Zu sehen gab es die 4K-Restaurierung von Paul Verhoevens Total Recall. „WA184 Total Recall“ weiterlesen

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Max Roth
Kann sich nicht mehr an seinen Traum erinnern.
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Carli Roth
Ignoriert die Metaebenen.

bookmark_borderWA180 Sopyonje

Christian ist wieder da! Für einen Gastauftritt konnte das Gründungsmitglied nochmal vor das Mikrofon gelockt werden. Und wir reden über einen Film voller Gesang. „WA180 Sopyonje“ weiterlesen

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Christian Dzubiel
Schaut mal wieder rein.
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Max Roth
Bringt Kinder durcheinander.

bookmark_borderWA 175 Tian mi mi | Comrades, Almost a Love Story

Zum Jahresausklang wird es bei uns romantisch. Oder doch tragisch? In der Hongkong Love Affair (im Original Tian mi mi, international vor allem auch als Comrades, Almost a Love Story bekannt) aus dem Jahre 1996 folgen wir den Wegen der Festlandchinesen Qiao Li und Xiao Jun durch Hongkong, wo sie sich Mitte der 80er Jahre die Erfüllung ihrer Träume erhoffen. „WA 175 Tian mi mi | Comrades, Almost a Love Story“ weiterlesen

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Carli Roth
möchte die Sprachen Ostasiens sprechen.
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Max Roth
will auch mal wieder Fahrrad fahren.

bookmark_borderWA169 White Badge

Nach dem dystopischen Kriegsszenario in Battle Royale, der Betrachtung des Angriffes auf Pearl Harbor aus amerikanischer wie japanischer Sicht in Tora! Tora! Tora! und dem im Pazifikkrieg angesiedelten dramatischen Musical South Pacific verschlägt es uns in dieser Ausgabe in den Vietnamkrieg – aus koreanischer Perspektive: White Badge (bzw. Hayan chonjaeng bzw. 하얀 전쟁). Der Film erzählt eine Nachkriegsgeschichte über die Auswirkungen des Krieges im „Guten“ wie im „Schlechten“ und versucht anhand einzelner Schicksale die Lage einer Nation nachvollziehbar zu machen.

In unserem Gespräch gehen wir unter anderem auf die koreanisch-amerikanischen Beziehungen ein und fragen uns, ob Helikopter der Anhaltspunkt sind, um festzustellen, dass ein Film im Vietnamkrieg spielt. Wir sprechen über Macht und Impotenz und sinnieren darüber, wie viel uns Filme bzw. Geschichten allgemein erzählen und wie viel dabei unbemerkt bleiben mag, verloren geht. Carli erläutert zudem diverse historische Hintergründe in Bezug auf die koreanische Entwicklung.

Ursprünglich hatten wir für diese Folge eine Besprechung von Die Erbin (The Heiress) geplant. Da jedoch für den Juni eine deutschsprachige Blu-ray-VÖ* angekündigt ist, planen wir derzeit eine auseinandersetzung mit dem Film im Juli.

White Badge kann kostenlos im Original mit englischen Untertiteln auf dem YouTube-Kanal des Korean Film Archive angesehen werden. Der Film ist nicht restauriert, liegt lediglich in 480p vor. Es gibt auch eine – wohl technisch wenig ansprechende – deutsche DVD-Version. NACHTRAG nach Veröffentlichung der Episode: Der Film wurde im Juni 2019 vom Korean Film Archive in restaurierter Fassung auf Blu-ray veröffentlicht. /NACHTRAG

Der Film wurde unter anderem 2010 und 2018 in London aufgeführt.

Der Wikipedia-Artikel zu Jung-hyo Ahn, dem Autor der Vorlage.

White Badge in der OFDb*, bei letterboxd und bei HanCinema.

* Wenn ihr über die Links etwas im OFDb-Shop kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Unser bescheidener Dank gebührt euch.

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Carli Roth
beschäftigt sich mit dem Thema "Trostfrauen"
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Max Roth
ist stark von US-Vietnamkriegsfilmen geprägt