WA169 White Badge

Nach dem dystopischen Kriegsszenario in Battle Royale, der Betrachtung des Angriffes auf Pearl Harbor aus amerikanischer wie japanischer Sicht in Tora! Tora! Tora! und dem im Pazifikkrieg angesiedelten dramatischen Musical South Pacific verschlägt es uns in dieser Ausgabe in den Vietnamkrieg – aus koreanischer Perspektive: White Badge (bzw. Hayan chonjaeng bzw. 하얀 전쟁). Der Film erzählt eine Nachkriegsgeschichte über die Auswirkungen des Krieges im „Guten“ wie im „Schlechten“ und versucht anhand einzelner Schicksale die Lage einer Nation nachvollziehbar zu machen.

In unserem Gespräch gehen wir unter anderem auf die koreanisch-amerikanischen Beziehungen ein und fragen uns, ob Helikopter der Anhaltspunkt sind, um festzustellen, dass ein Film im Vietnamkrieg spielt. Wir sprechen über Macht und Impotenz und sinnieren darüber, wie viel uns Filme bzw. Geschichten allgemein erzählen und wie viel dabei unbemerkt bleiben mag, verloren geht. Carli erläutert zudem diverse historische Hintergründe in Bezug auf die koreanische Entwicklung.

Ursprünglich hatten wir für diese Folge eine Besprechung von Die Erbin (The Heiress) geplant. Da jedoch für den Juni eine deutschsprachige Blu-ray-VÖ* angekündigt ist, planen wir derzeit eine auseinandersetzung mit dem Film im Juli.

White Badge kann kostenlos im Original mit englischen Untertiteln auf dem YouTube-Kanal des Korean Film Archive angesehen werden. Der Film ist nicht restauriert, liegt lediglich in 480p vor. Es gibt auch eine – wohl technisch wenig ansprechende – deutsche DVD-Version. NACHTRAG nach Veröffentlichung der Episode: Der Film wurde im Juni 2019 vom Korean Film Archive in restaurierter Fassung auf Blu-ray veröffentlicht. /NACHTRAG

Der Film wurde unter anderem 2010 und 2018 in London aufgeführt.

Der Wikipedia-Artikel zu Jung-hyo Ahn, dem Autor der Vorlage.

White Badge in der OFDb*, bei letterboxd und bei HanCinema.

* Wenn ihr über die Links etwas im OFDb-Shop kauft, erhalten wir eine kleine Provision. Unser bescheidener Dank gebührt euch.

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Carli Roth
beschäftigt sich mit dem Thema "Trostfrauen"
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Max Roth
ist stark von US-Vietnamkriegsfilmen geprägt

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