WA158 Große Freiheit Nr. 7

Hamburg ruft! In der Hafenstadt spielt sich ein Drama um den von Hans Albers gespielten Hannes ab, der in einer Art Mid-Life-Crisis steckt, ohne es wirklich zu merken. Wir sprechen über Dösbaddel und Buddelschiffe, verquere Wahrnehmungen und viel zu lange Träume.

4 Kommentare

  1. Steffelowski

    Lag`s am Wetter, am Film, an der Kanzlerin? Das war dieses Mal eine gute Stand Wurzelbehandlung ohne Betäubung. Selten bis nie habe ich eine WA-Folge gehört, die so gelangweilt und so wenig inspiriert herüberkam wie Euer Abriß zu „Große Freiheit Nr. 7“. Besonders Carolin schien keinerlei Interesse an dem Film zu haben. Auch wäre hier sicherlich ein bisschen mehr an Vorkenntnissen in Sachen Film im Dritten Reich sowie zur Historie der Nazizeit im Allgemeinen und im Besonderen wünschenswert So klang einiges doch leider ein wenig naiv und regte eher zum Lachen an. Immerhin gab es somit (unfreiwillig) ein bisschen Humor.
    Aber sicherlich klappt es beim nächsten Mal wieder besser. Ganz bestimmt.
    Vielen Grüße aus Hamburch

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  2. Steffelowski

    Liebes Team der Wiederaufführung,
    ganz lieben Dank.für die ausführliche Rückmeldung zu meinem Kommentar. Und dann auch noch in gesprochener Form, was mich durchaus ein wenig Stolz gemacht hat. So bin ich – zumindest für den Teil einer Podcastfolge- zu dem Teil von Berühmtheit gelangt, der jeden einmal zusteht.

    Um das Ganze aber nicht künstlich in die Länge zu ziehen (unser aller Aufmerksamkeitsspanne ist ja bekanntlich ist über die Jahre immer kürzer geworden) nachfolgend die paar kurze Anmerkungen zu eurer Fragen an mich bzw. einige Ergänzungen zu meinen eigenen Kommentar:
    – Die Begründung, dass eine Kombination aus Müdigkeit und einer eher zurückhaltenden Euphorie für den besprochenen Film in der Besprechung eher gelangweilt rüberkommt, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Da hätte ich mich wohl ähnlich angehört.
    – In Sachen Vorkenntnisse Drittes Reich: Dass diese 12 Jahre der deutschen Geschichte filmisch (und natürlich überhaupt) in einem ganz besonderen Kontext zu sehen sind, setzte ich einmal als allgemein bekannt voraus. Das Filmemachen unterlag strengen ideologischen Auflagen der staatlichen Behörden. Es sollte nicht der Alltag des durchschnittlichen Bürgers gezeigt werden, sondern, es sollten hauptsächlich die deutschen Tugenden und natürlich – wenn auch unterschwellig – die nationalsozialistische Weltanschauung transportiert werden. Von Kreativität konnte somit keine Rede sein. Mit Vorschreiten des Krieges wurde es immer wichtiger, den Leuten vorzumachen, dass auch in einer ausweglosen Situation immer noch Happy End möglich ist.
    Um es kurz zu machen: Nein, der Film beschreibt natürlich nicht das reale Leben von Seeleuten und den Menschen, die auf St. Pauli leben und arbeiten. Das ist im Film alles sehr klischeehaft dargestellt. Das „echte“ Leben im deutschen Reich sah zur Zeit der Entstehung des Films völlig anders aus: Ständige Angst vor Luftangriffen, Hunger, Verlust von Bruder, Vater, Ehemann usw. Nichts umsonst wurden die Dreharbeiten irgendwann von Hamburg ins Ausland (?) verlegt, da die Hafenstadt an der Elbe auch zu einem großen Teil in Schutt und Asche lag.
    – wenig inspiriert: Ich bezog dies auf die (aus meiner Sicht) gelangweilt klingenden rd. erste viertel Stunde des Beitrags.

    Ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt.ein wenig klarer machen.. Ansonsten, lade ich euch gern zu ein paar Runden Eselreiten ins Hypodrom ein. Danach klären wir dann alles Weitere.

    Steffelowski – Ein Hamburger Jung 😊

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    1. Max (Beitrag Autor)

      Ahoi!
      Alles klar, mit den ausführlicheren Sachen kann ich noch mehr anfangen.
      Stichwort Vorkenntnisse/Drittes Reich: Ja, da hätten wir sicher (mehr) drauf eingehen können. Ich denke, e hat sich einfach nicht ergeben. Das geht/ging mir gefühlt fast immer so. Man hat sich irgendwie ausgequatscht und diverse Aspekte besprochen, beendet die Aufnahme und dann ordnen sich die Gedanken wieder neu, fällt einem dieses otatl wichtige Detail ein oder jenes Problem. Und nach einem Mal drüber schlafen wird das dann meist noch schlimmer, da hat man dann noch geordnete Gedanken und so. 🙂

      Nach Hamburg werden wir definitiv immer mal wieder kommen – sei es für Filme oder Musicals. Ob ich Carli das Eselreiten schmackhaft machen kann, da bin ich mir nicht so sicher. 😀

      Filmische GRüße
      Max

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      1. Steffelowski

        Schön, dann ist alles geklärt. Ob Film, Musical oder Eselreitt. Ich bleibe euch als Hörer treu und werde mich – sofern ich wieder diesen inneren Drang verspüre – wieder mal zu Wort melden,

        Bis dahin
        DER Steffelowski

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