Diesmal verschlägt es uns zu den Wurzeln des japanischen Samurai-Kinos. Unser Gast Thomas Wüstemann bringt uns die wahrhaftig epische Trilogie über den titelgebenden „Miyamoto Musashi“ mit und wir machen uns gemeinsam auf zu einer Reise durch die japanische Geschichte um 1600. Wir besprechen ausführlich mit welchen filmischen Mitteln der Regisseur Hiroshi Inagaki die Romanvorlage von Yoshikawa Eiji zu einem bildgewaltigen Kinodrama umgearbeitet hat und wir erleben die Geburtsstunde einer Kinolegende: Toshiro Mifune als ikonischer Samurai – ein Ronin auf dem Weg des Schwertes. Zwischendrin zitiert Thomas einige Stellen aus dem Roman, der durch eine sehr cineastische Sprache auffällt, die einem Drehbuch nicht unähnlich ist.
Unser Gast ist übrigens selbst Filmemacher und Autor, klugscheißt noch mehr über Literatur und Texte beim Autorenforum Federteufel und ist genau wie Max und Christian aktiv im Filmemacher-Netzwerk Rostocker Schule.
Archive: Episoden
bookmark_borderWA017 Der Verlorene
In einer der vergangenen Episoden hatten wir schon mit dem Gedanken gespielt, uns gezielt Regie-Eintagsfliegen vorzuknöpfen. Also einen Filmemacher, der nach seinem Debüt keinen weiteren Film realisiert hat. Nicht selten in der Filmgeschichte waren es erfahrene Schauspieler, die auf dem Regiestuhl Platz nahmen. Man denke da z.B. an Charles Laughton mit dem Film „The Night of the Hunter“.
In der aktuellen Folge geht es um „Der Verlorene“, bei dem der außergewöhnliche Darsteller Peter Lorre nicht nur die Hauptrolle übernommen hatte, sondern auch seinen einzigen Kinofilm als Regisseur verantwortete. Wir nehmen den Film durchaus unterschiedlich wahr und Christian zweifelt an Lorres Regiequalitäten, aber dem eindringlichen Stoff können wir uns beide nicht entziehen.
bookmark_borderWA016 Die Festung
Eine ungezähmte Wucht von einem Film inszenierte Alfred Weidenmann im Jahre 1964: „Die Festung“ nach dem gleichnamige Roman von Henry Jaeger. Der Verleih spekulierte wohl auf die niederen Zuschauerinstinkte und so findet man den Film oftmals unter dem Titel „Verdammt zur Sünde“. Sünden und Verdammte gibt es in diesem Nachkriegsdrama tatsächlich reichlich. Gelegentlich wird der Film zur bösen Farce, getragen von dem überwältigend gut spielenden Hauptdarsteller Martin Held. Der Lukas Foerster formulierte auf seinem Blog eine sehr zutreffende und angemessen fiebrige Rezension.
Da wir seit einigen Folgen die Filme ganz bewusst ohne Vorwissen sichten, ahnten wir zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nichts von Weidenmann´s tatkräftigen Engagement für die NS-Propaganda im Dritten Reich (siehe JMS-Bericht auf Seite 6). Verdammter Sünder.
Der Film im Netz: OFDb* | Filmportal
Welche Filme wir in Zukunft besprechen wollen, notieren wir in dem Sozialen Netzwerk Letterboxd. Wir freuen uns über eure Kommentare und Ergänzungen!
bookmark_borderWA015 Das Totenschiff
Ganz aufgeregt besprechen wir das bewegende Seefahrer-Drama „Das Totenschiff“ von Georg Tressler. So kündigt Christian z.B. Anmerkungen zu einem ganz besonderen Moment mit Horst Buchholz an, die nie erfolgen. Überhaupt verpassen wir völlig, das großartige und bedeutungsschwangere Finale zu beleuchten. Wir sind überzeugt, es liegt an diesem atemberaubenden Spielfilm, in dem Horst Buchholz und Mario Adorf mit vollem Körpereinsatz ihre Schaupielkunst zum Allerbesten geben. Was genau uns so gut daran gefallen hat und was euch in Zukunft in diesem Podcast erwartet, erfahrt ihr mit einem gezielten Klick auf die Playtaste. Rückmeldungen von euch in der Kommentarspalte sind dazu wie immer herzlich willkommen!
Der Film im Netz: OFDb.de* | filmportal | IMDb | moviepilot
bookmark_borderWA014 Der Greifer
Angeregt durch den Intergalactic Ape-Man befassen wir uns mit einem frühen Kracher des deutschen Tonfilms: „Der Greifer“ mit Hans Albers aus dem Jahre 1930. Ohne falsche Bescheidenheit wird in diesem Unterhaltungsfilm ganz dick aufgetragen und wir haben unseren Spaß daran.
Der Film im Netz: OFDb* | Intergalactic Ape-Man | Filmportal
bookmark_borderWA013 Heathers
Dieses Mal begeben wir uns auf eine Zeitreise in die späten 80er Jahre. Voller Elan tauchen wir in die Gefühlswelt der High School-Starlets und ihre Gedanken ein. Dabei erwartet uns jede Menge Herzschmerz und Gesellschaftskritik der etwas anderen Art. Wer nun an ein klassisches Teenie-Drama denkt, ist auf dem Holzweg. Allein durch die Charaktere zeichnet der Film eine „liebevolle“ Geschichte, die wir unbedingt entdecken mussten …und auch einmal mit mir an Bord.
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot
bookmark_borderWA012 Martha
Wir wagen uns an unseren ersten Fassbinder-Film und staunen über die unverhohlene Künstlichkeit in den Dialogen und Bildern. Die Geschichte einer Frau, die nicht in die bürgerliche Gesellschaft passt und umso brutaler von ihrem sadistischen Ehemann hineingezwängt wird, verstört uns zutiefst. Hört selbst, wie wir uns durch die verschiedenen Facetten dieses besonderen Films hangeln.
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | Filmportal
bookmark_borderWA011 Django
Christian hat ja beim letzten Mal noch kühn verkündet, bei Italo-Western würde es genügen, wenn man die Filme von Sergio Leone kennt. Zeit für die Gegenprobe. Django – also der „echte, wahre, einzige, und überhaupteste“ und nicht der von Tarantino – haben wir uns angeguckt. Einen wahren Sündenpfuhl gab es zu entdecken. Treffsichere Schützen, todbringende Särge und teuflische Sergeanten gibt es da und mehr fällt mir mit t… S… gerade nicht ein. Also, viel Spaß beim Hören! Und gerne auch beim Kommentieren!
Der Film im Netz: OFDb* | IMDb | moviepilot