Schlagwort: 1964

WA104 Onibaba

Onibaba, lässt sich mit “Dämonin” ins Deutsche übersetzen. Der deutsche Untertitel “Die Töterinnen” legt ebenfalls einen Horrorfilm nahe. Warum das bei diesem schweißtreibenden Psychodrama gar nicht so abwegig ist, erfahrt ihr von uns aus erster, verstörter Hand. Schwarzweißes Cinemascope, expressionistisches Schauspiel und brutale Ehrlichkeit stellen unsere Aufmerksamkeit auf eine intensive Probe. Diese Kinoglücksmomente für uns Zelluloid-Archäologen werden auch diesmal für euch zum erregenden Hörvergnügen.

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WA042 The Killers (1964)

Da ist er endlich, der Abschluss unserer kleinen “Verfilmungen von Ernest Hemingways Kurzgeschichte ‘The Killers'”-Reihe. Nach Robert Siodmak und Andrej Tarkowski sind wir diesmal mit Don(ald) Siegel und Hauptdarsteller Lee Marvin in “Tod eines Killers” unterwegs. Und obendrein haben wir uns auch die Kurzgeschichte zu Gemüte geführt – einer von uns hat sie gelesen, einer von Stacy Keach vorlesen lassen.

Im Film sind übrigens neben Lee Marvin auch der manchen vielleicht eher als Regisseur bekannt John Cassavetes, die hübsche Angie Dickinson und der manchen vielleicht eher als Präsident bekannte Ronald Reagan dabei. Geplant als TV-Film entschied man sich angesichts von Gewalt und harter Dialoge dann doch für eine Kinoveröffentlichung. Und während der Dreharbeiten gab es das Attentat auf John F. Kennedy, was dazu führte, dass Reagan auf politische Gespräche mit den Kollegen am Set verzichtete.

Der Film im Netz: OFDb.de* | moviepilot | IMDb

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WA024 Schwarzer Samt

“Berg. Alexander Berg.” – Unsere Zeitreise durch die Welt des deutschen Films hat uns diesmal zu einem richtigen Agenten-Thriller geführt. Doch statt James Bond, dem Agenten mit der Lizenz zum Töten, gibt es Alexander Berg, Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit – und bester Fotograf der gesamten Abteilung. Während die Propaganda-Maschinerie auf Hochtouren läuft, stören wir uns daneben auch an dem wenig mitreißenden Plot. Es ist eher die Inszenierung, der wir im wahrsten Sinne des Wortes die Schauwerte zu verdanken haben.

Und worum geht es eigentlich in dem Film? Nun, zunächst schnappt die Stasi einen “kleinen Fisch” namens Gwendoleit, der gefälschte Pässe sowie falsche Nummernschilder zustellen soll. Um auch die hintermänner der offensichtlich geplanten Republikflucht ausfindig zu machen, wird Agent Alexander Berg als falscher Gwendoleit beauftragt, zu ermitteln. Und schnell kommen noch Ehebruch, Industriespionage und was nicht noch alles dazu. Kann Berg das gefährliche Spiel erfolgreich durchziehen?

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WA016 Die Festung

Eine ungezähmte Wucht von einem Film inszenierte Alfred Weidenmann im Jahre 1964: “Die Festung” nach dem gleichnamige Roman von Henry Jaeger. Der Verleih spekulierte wohl auf die niederen Zuschauerinstinkte und so findet man den Film oftmals unter dem Titel “Verdammt zur Sünde”. Sünden und Verdammte gibt es in diesem Nachkriegsdrama tatsächlich reichlich. Gelegentlich wird der Film zur bösen Farce, getragen von dem überwältigend gut spielenden Hauptdarsteller Martin Held. Der Lukas Foerster formulierte auf seinem Blog eine sehr zutreffende und angemessen fiebrige Rezension.
Da wir seid einigen Folgen die Filme ganz bewusst ohne Vorwissen sichten, ahnten wir zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nichts von Weidenmanns tatkräftigen Engagement für die NS-Propaganda im Dritten Reich. Verdammter Sünder.

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