Schlagwort Archiv: 1960er

Spur der Steine – Spezial

Lichtspieltheater Wundervoll

Lichtspieltheater Wundervoll

Der bekannteste Film der 12 verbotenen DEFA-Produktionen von 1965/66 lockte erneut zahlreiche Rostocker ins Kino. Auch diese Aufführung wurde durch eine Einführung von angehenden Medienwissenschaftlerinnen eröffnet und durch ein anschließendes Filmgespräch abgerundet. In dieser Sonderausgabe könnt ihr hören, wie das damalige Verbot in den historischen Kontext eingeordnet wird und wie ein Zeitzeuge die Erstaufführung 1966 erlebt hatte, bevor der Film nach nur drei Tagen für Jahrzehnte aus den Kinos verschwand.

Denk bloß nicht, ich heule – Spezial

Peter Reusse (links)

Peter Reusse (links) im Filmgespräch

Auch die zweite Vorstellung eines einst verbotenen DEFA-Films lief vor ausverkauftem Kinosaal. Denk bloß nicht, ich heule hatten wir bereits in Folge 85 durchaus euphorisch besprochen. Auf der großen Leinwand entfalteten die strengen Bildkompositionen über die disziplinierende Starre der DDR-Nachkriegsgesellschaft eine noch größere Wucht. Unsere Eindrücke, aber vor allem der aufschlußreiche Vortrag der Studenten und das ausführliche Gespräch mit dem gut aufgelegten Hauptdarsteller Peter Reusse erwarten euch in dieser Spezialausgabe.

Die Aufzeichnung entstand mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung MV.

Das Kaninchen bin ich – Spezial

Wolfgang Winkler, Darsteller "Das Kaninchen bin ich"

Wolfgang Winkler, Darsteller “Das Kaninchen bin ich”

Am 5. April 2016 war es soweit: fünf der 1965 verbotenen DEFA-Filme kommen in den nächsten Wochen in Rostock erstmals auf die große Leinwand. Studierende der Universität Rostock haben sich intensiv mit den Filmen dieser Reihe beschäftigt und die Umstände und Folgen des sogenannten Kahlschlag-Plenums beleuchtet. Die Ergebnisse ihrer Arbeit bilden den Rahmen der Filmvorführungen, abgerundet mit Filmgesprächen im Anschluß. Der erste Film “Das Kaninchen bin ich” ist uns wohlbekannt und wurde bereits in Ausgabe WA083 ausführlich von uns besprochen. Ergänzend dazu veröffentlichen wir nun diese Spezialausgabe mit dem kompletten Mitschnitt von der Einführung und dem Gespräch mit dem Schauspieler Wolfgang Winkler.

Die Aufzeichnung entstand mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung MV.

WA089 Hände hoch oder ich schieße

Wir waren im Kino, denn es gab feinstes 35mm vom Ernemann-Projektor serviert. Und vor unseren und den Augen der anderen rund 150 Zuschauer des proppenvollen Saals entspann sich eine Krimiklamotte mit feinstem Ironieanstrich. Auch Hände hoch oder ich schieße war 1965 noch während der Produktion durch das ZK der SED gestoppt worden, erst 2009 kam es zur Fertigstellung und erstmaligen Aufführung des Films. Wir sinnieren über die Verbotsgründe und das schwankende Humorlevel.

Der Film im Netz: OFDb*

WA087 Der Frühling braucht Zeit

Der dritte “Verbotsfilm” aus dem DEFA-Jahrgang 1965 führt uns in die Arbeitswelt der Energieversorgung. Leistungsdruck und Geltungsdrang kennzeichnen die Leitungsebene. Ingenieur Solter wird zu einer riskanten Abnahme genötigt und bekommt es anschließend mit dem Staatsanwalt zu tun. Präzise und kritisch demontiert Regisseur Günter Stahnke verkrustete Führungsstrategien. Ob das für die Zuschauer packend inszeniert wurde, klären wir im ausführlichen Filmgespräch und beleuchten dabei auch die Hintergründe des damaligen Verbots. (mehr …)

WA086 Die Söhne der großen Bärin

Von den Verbotsfilmen hüpfen wir wieder zu einem “erlaubten” Film, der 1966 in die Kinos der DDR kam. Und mit ihnen ein neuer Star: Gojko Mitic! In Die Söhne der großen Bärin folgen wir Mitics Indianerfigur durch jede Menge Konflikte mit Grenzern, der Armee und anderen Indianerstämmen. Dabei sehen wir durchaus Potenzial in dem Film. Wenn, ja…, wenn da nicht der Schnitt wäre und die vielen angerissenen Persönlichkeiten und die vielen Handlungsstränge. Ja, es war nicht das größte Filmvergnügen. Mehr erfahrt ihr natürlich beim Reinhören.

Der Film im Netz: OFDb*

Wiederaufführung bei facebook | twitter | Patreon

WA085 Denk bloß nicht, ich heule

Unsere DEFA-Entdeckungsreise geht weiter. In Denk bloß nicht, ich heule begleiten wir Peter, der irgendwo zwischen dem Ende seiner Jugend und dem Beginn des Erwachsenseins umherstreift. Von der Schule verwiesen, nachdem er sich kritisch zur DDR geäußert hat und der Vater verstorben, schwankt Peter zwischen Ziellosigkeit und Wut, zwischen Liebe und dem Platz im Leben. Wir betrachten dabei die formal überhöhte Inszenierung, geschliffene Dialoge, symbolhaftes Kaputtgehen und die Protagonisten des Films.

Der Film im Netz: OFDb* (mehr …)

WA084 König Drosselbart

Nachdem wir in der letzten Folge einen Film besprochen haben, der in der DDR verboten worden war, nehmen wir uns dieses Mal einen Film aus dem Jahre 1965 vor, der frei aufgeführt worden ist: “König Drosselbart”, eines von vielen der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Wir schwärmen über die beiden Hauptdarsteller Karin Ugowski und Manfred Krug, diskutieren über ORWO-Color und graue Wände, echten Studioton und sinnieren ein wenig darüber, ob Märchenfilme reine Kinderfilme sind.

Der Film im Netz: OFDb*
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