Unsere DEFA-Entdeckungsreise geht weiter. In Denk bloß nicht, ich heule begleiten wir Peter, der irgendwo zwischen dem Ende seiner Jugend und dem Beginn des Erwachsenseins umherstreift. Von der Schule verwiesen, nachdem er sich kritisch zur DDR geäußert hat und der Vater verstorben, schwankt Peter zwischen Ziellosigkeit und Wut, zwischen Liebe und dem Platz im Leben. Wir betrachten dabei die formal überhöhte Inszenierung, geschliffene Dialoge, symbolhaftes Kaputtgehen und die Protagonisten des Films.
Der Film im Netz: OFDb* „WA085 Denk bloß nicht, ich heule“ weiterlesen
Nachdem wir in der letzten Folge einen Film besprochen haben, der in der DDR verboten worden war, nehmen wir uns dieses Mal einen Film aus dem Jahre 1965 vor, der frei aufgeführt worden ist: „König Drosselbart“, eines von vielen der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Wir schwärmen über die beiden Hauptdarsteller Karin Ugowski und Manfred Krug, diskutieren über ORWO-Color und graue Wände, echten Studioton und sinnieren ein wenig darüber, ob Märchenfilme reine Kinderfilme sind.
Der Film im Netz: OFDb*
„WA084 König Drosselbart“ weiterlesen
Schon die literarische Vorlage von Das Kaninchen bin ich wurde in der DDR nicht verlegt, doch die Zeit schien günstig für eine Verfilmung. Aber mit dem 11. Plenum des ZK der SED wurde zurück gerudert. Fast die komplette Jahresproduktion an DEFA-Filmen wurde weggeschlossen und sie wurden herabwürdigend auch als „Kaninchenfilme“ bezeichnet. Erst 1989 erfuhr Das Kaninchen bin ich seine Uraufführung. Angesichts der eingesetzten filmischen Mittel zeigen wir uns im Gespräch sehr beeindruckt und wir gehen den komplexen Charakteren intensiv nach. „WA083 Das Kaninchen bin ich“ weiterlesen
Wir sind zurück und waren direkt wieder im Kino. Dort gab es Steven Spielbergs Jäger des verlorenen Schatzes, das erste Abenteuer von Dr. Henry „Indiana“ Jones. In bislang ungekannter Qualität – wir haben beide bisher nur im TV und auf DVDs das Vergnügen gehabt – haben wir uns von der wilden Reise um den Globus mitreißen lassen. „WA082 Raiders Of The Lost Ark“ weiterlesen
12 Grad. Plus! Und das eine Woche vor Weihnachten. So geht das nicht. Deswegen hat Max John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt auf die Leinwand gezerrt, um wenigstens etwas weiße Pracht zu haben. Doch nicht nur der Schnee sieht toll aus, auch die Effekte. Aber funktioniert dieser apokalyptisch angehauchte Horrorfilm auch heute noch für uns beide? Wir sinnieren über unsere ersten Begegnungen mit dem Ding. Grübeln über die Charaktere und versuchen, selbst bei dichtestem Schneetreiben den Überblick zu behalten. „WA081 The Thing“ weiterlesen
Der Bankräuber Willy Jensen ist aus dem Knast geflohen und in St. Pauli untergetaucht! Zum dritten Mal begegnen wir Regisseur Wolfgang Staudte und Max bildet sich ein, Darsteller Heinz Reincke wäre Käpt’n Blaubär. Ob es am Elbewasser lag? Gedacht hat Max nämlich eigentlich an Wolfgang Völz. Und während wir an unserem Staudte-Altar mehrere Kerzen entzünden, werfen wir auch Blicke auf Verfolgungsjagden, philosophieren über mögliche Einflüsse des Giallo und schwingen zu den Beats von Peter Schirmann das Tanzbein. Also, rein in’s Taxi und ab auf den Kiez! „WA080 Fluchtweg St. Pauli“ weiterlesen
In unserer mittlerweile 79. (regulären) Folge haben wir uns des Epos‘ „Leben und Sterben des Colonel Blimp“ angenommen. Das kongeniale Duo namens Michael Powell und Emeric Pressburger drehte seinen ersten Film in Technicolor mit einer Länge von etwa zweidreiviertel Stunden Laufzeit. Trotz dieser gigantischen Ausmaße haben wir versucht, uns dem Werk zu nähern. Neben Regeln und Ordnung, Humor und Bitterkeit blicken wir auch auf Freundschaft und vergehende Jahre. „WA079 The Life and Death of Colonel Blimp“ weiterlesen
Wir tauchen wieder in den deutschen Film ein: Dieses Mal mit dem Duo Horst Buchholz und Regisseur Georg Tressler, mit denen wir schon bei Das Totenschiff das Vergnügen hatten. Milieustudie oder Krimi? Der Film versucht sich an beidem, womit vor allem Christian dann doch so seine Probleme hat. „WA078 Die Halbstarken“ weiterlesen