Die Gespräche der Anderen #17

Na so etwas, da sind doch gute vier Monate lang keine Notizen zu den “Gesprächen der Anderen” erschienen. Warum? Keine Zeit, vergessen, anderer Krams. Die üblichen Ausreden halt. Aber das ist ja auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist nur, hier ist Ausgabe 17!

Los geht’s mit den üblichen Verdächtigen: Daniel und Patrick haben in ihrem Bahnhofskino eine riesige 35mm-Rolle in den Projektor gelegt und das Kinojahr 1993 in Deutschland unter die Lupe genommen. Aus einschlägigen Kreisen habe ich erfahren, dass die Folge auch unter dem Titel “Das große Vergessen gesehener Filme” veröffentlicht worden sein soll. Auf jeden Fall merken der Gramsch und der Lohmi, dass sie einen Großteil der Filme gesehen , aber viele auch direkt unter P wie Papierkorb abgelegt haben. Wie auch bei anderen “Jahresrückblicken” des Bahnhofskinos eine kurzweilig-abgedrehte Reise durch ein Kinojahr.

Recht frisch ist Kinochiwa. Von dort aus unternehmen “Memo aus Deutschland” und (Namensvetter) “Max aus Wien” Reisen nach Japan und die dort entstandenen und entstehenden Filme. Ich habe mir dort einfach mal Folge #4 Kuroneko rausgepickt – und den Film (nur nach dem Lesen der Inhaltsangabe) auf meine Merkliste gepackt. Das Duo scheint jeweils nicht viel mehr als 30 Minuten lange Folgen zu produzieren (für den Podcast-Snack zwischendurch also ideal, in dieser DGDA-Ausgabe der mit Abstand kürzeste Podcast). Für Kuroneko, den ersten Schwarz-Weiß-Film im Rahmen des Kinochiwa-Podcasts haben sich die beiden Herren überlegt, sowohl sich als auch das Publikum zu Siezen. Neben diesem kleinen Spaß gibt es eine hohe Informationsfülle zu filmrelevanten Hintergründen, ehe es dann ordentlich in die filmbezogene Analyse geht. Das Gespräch macht nicht nur Lust auf den Film, sondern auch darauf, weitere Folgen der zwei Ms zu hören. (Fun Fact: Die letzten ca. 45 Sekunden des Podcasts sind vor allem in Gegenwart von einer oder mehrerer Katzen besonders unterhaltsam. Miau!)

Damit wieder zurück zu “alten Bekannten”: Prall gefüllt präsentiert sich die CineCouch, welche dieses Mal teils im Kinosaal steht und zum Teil vor dem heimischen Bildschirm. Äußerst passend, geht es doch um den Versuch, einen Blick auf die Vielfalt des Filmerlebnisses heutzutage zu werfen: Kino vs. Heimkino heißt es konkret. Ob es nun wirklich ein Gegeneinander ist oder nicht vielleicht doch ein Mit-, Neben-, Vor- oder Nacheinander, das möge jeder Hörer und Filmschauer für sich selbst entscheiden. Als einen kleinen Einblick in die eigenen (also der CineCouch-Mitglieder) Verhaltensweisen und einen Abgleich dieser mit dem eigenen Filmschauen, lohnt sich definitiv. Mit etwas mehr als zwei Stunden Sprechzeit, benötigt man natürlich etwas mehr Zeit als bei den Kinochiwa-Kollegen.

Als viertes und letztes sei noch ein richtig explosiver Podcast erwähnt: Diverse Talk! Das Baby des noch jungen Enough Talk! versammelt unter der Moderation von Gastgeber Arne (aka jacker) den Niels von der CineCouch und den Christian von unserer ganz eigenen Wiederaufführung. Hat man da noch Worte? Ein paar sind es geworden, schließlich ging es um das actiongeladene und von Männerfreundschaften geprägte Hong Kong-Kino des John Woo: Diverse Talk! #002.

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  1. Pingback: Filmforum Bremen » Das Bloggen der Anderen (27-07-15)

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