Brides of Horrorctober – Max‘ 1. Film: Horns

DER TEUFEL IN MISTER POTTER (Verdammt, die Empire hat mir das Titelwortspiel geklaut!)

Wirklich genau wusste ich nicht, was mich nun erwarten würde. Aber die Einstellung, dass ein Film, dessen Protagonist Hörner besitzt nicht wirklich ernst sein kann, war nicht die schlechteste Erwartungshaltung.

Die Grundhandlung des Films ist altbekannt. Jemand ist tot (hier die heißgeliebte Freundin von Radcliffes „Ig“, die wohl nach außen stets die Vorzeigechristin gegeben hat), jemand ist schuldig, egal wie es tatsächlich war (Hallo Harry Potter!) und am Ende war es ganz anders! Dazwischen jede Menge Puzzleteile und Versatzstückchen der Wahrheit, die Schritt für Schritt enträtselt wird. So weit, so Standard.

Horns versucht jedoch, jede Menge schwarzen Humor in die Sache zu bringen. Das gelingt teilweise (Bar abfackeln), kommt häufig jedoch nicht über derben Genitalien-/Sex-/sexuelle Orientierungwitz hinaus, der stellenweise uninspirierter wirkt als die Handlung. Da bleibt es häufig Radcliffe vorbehalten, die Szenen zu retten, denn verdattert dreinschauen, dass hat er drauf.

Wenn mal nicht zu sehr über Geschlechter hergezogen wird, gibt es einige ordentliche Spezialeffekte zu sehen. Da geht so manches in Flammen auf und manch ein Charakter agiert doch recht kopflos.

Mein persönliches Glanzlicht des Films bleibt allerdings der Blick in die Kindheit. Da kommt bei mir kurzzeitig ein diffuses IT/GOONIES/STAND BY ME-Gefühl auf, welches vielleicht von Joe Hill, dem Sohn von Stephen King, auch so in der Vorlage zu finden sein könnte. Woher auch immer das Gefühl nun kommt, die …hm… „Wasserrutschen“-Szene ist für mich die stärkste des Films.

(Mehr zur Aktion Brides of Horrorctober hier: cinecouch.net/2015/09/brides-of-horrorctober/)

Kommentare

  1. Schade, der Film steht ja auch in meiner Liste. Von Aja kenne ich bislang (ohne genauer nachzugucken) nur sein MANIAC-Remake mit Elijah Wood, dass mich schon nicht so ganz fesseln konnte. Ich hoffe weiterhin, dass sich die Oktober-Stimmung irgendwie in den Film übertragen lässt 😉

    1. Nicht verzagen, trotzdem gucken! Man kann da durchaus Spaß haben. Und ein paar „echte“ grusel-Momente gibt es auch.

      Beim Maniac-Remake hat Aja übrigens „nur“ produziert + Drehbuch geschrieben, aber nicht Regie geführt (das war Franck Khalfoun). Ich habe bisher nur Piranha 3D von ihm gesehen gehabt.

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