Schlagwort Archiv: 1960er

WA016 Die Festung

Eine ungezähmte Wucht von einem Film inszenierte Alfred Weidenmann im Jahre 1964: “Die Festung” nach dem gleichnamige Roman von Henry Jaeger. Der Verleih spekulierte wohl auf die niederen Zuschauerinstinkte und so findet man den Film oftmals unter dem Titel “Verdammt zur Sünde”. Sünden und Verdammte gibt es in diesem Nachkriegsdrama tatsächlich reichlich. Gelegentlich wird der Film zur bösen Farce, getragen von dem überwältigend gut spielenden Hauptdarsteller Martin Held. Der Lukas Foerster formulierte auf seinem Blog eine sehr zutreffende und angemessen fiebrige Rezension.
Da wir seit einigen Folgen die Filme ganz bewusst ohne Vorwissen sichten, ahnten wir zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nichts von Weidenmann´s tatkräftigen Engagement für die NS-Propaganda im Dritten Reich (siehe JMS-Bericht auf Seite 6). Verdammter Sünder.

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Welche Filme wir in Zukunft besprechen wollen, notieren wir in dem Sozialen Netzwerk Letterboxd. Wir freuen uns über eure Kommentare und Ergänzungen!

WA011 Django

Christian hat ja beim letzten Mal noch kühn verkündet, bei Italo-Western würde es genügen, wenn man die Filme von Sergio Leone kennt. Zeit für die Gegenprobe. Django – also der “echte, wahre, einzige, und überhaupteste” und nicht der von Tarantino – haben wir uns angeguckt. Einen wahren Sündenpfuhl gab es zu entdecken. Treffsichere Schützen, todbringende Särge und teuflische Sergeanten gibt es da und mehr fällt mir mit t… S… gerade nicht ein. Also, viel Spaß beim Hören! Und gerne auch beim Kommentieren!

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WA008 Jungfrukällan

Ingmar Bergman, der Über-Regisseur des schwedischen Kinos, führt uns in dieser Ausgabe tief ins Mittelalter. Die brutale Sage über die Entstehung der titelgebenden Jungfrauenquelle erschüttert uns mit intensiven Bildern und wir versuchen im Gespräch die symbolschwangere Atmosphäre zu entschlüsseln. Und wie es sich gehört, verwechselt Max direkt zum Einstieg natürlich Ingrid mit Ingmar.
Übrigens: mit der heutigen Veröffentlichung wagen wir den Schritt zum wöchentlichen Podcast. Damit gibt es ab sofort jeden Sonntag eine neue Wiederaufführung.

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WA007 Miss Muerte

Nach unserer XXL-Straw Dogs-Analyse bewegen wir uns jetzt wieder in kürzeren Regionen. Regie-Tausendsassa Jesus Franco, der nicht nur viele Pseudonyme verwendete, sondern noch mehr Filme drehte, hat in den 60ern der Spielart des “Mad Scientist” seine ganz eigene Note verpasst mit dem Geheimnis des Dr. Z.
Im Gespräch über die umfangreichen Filmographie von Franco saßen wir übrigens einem Irrtum auf: Cannibal Holocaust von 1980 ist von Ruggero Deodato. Jesus Franco war im gleichen Jahr für den thematisch ähnlich gelagerten Mondo Cannibale verantwortlich.

WA004 One, Two, Three

Wird es bei uns im Podcast ausschließlich um deutsche Filme gehen? Darüber besteht auch in der aktuelle Ausgabe Uneinigkeit und so stellen wir euch als Kompromiss einen Hollywood-Film vor, der im geteilten Berlin kurz vor dem Bau der Mauer spielt. Der Regisseur Billy Wilder drehte 1961 eine gewagte Komödie über Konflikte und überraschende Gemeinsamkeiten zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Gegen Ende geraten wir noch in einen kleinen Exkurs über die schöne Cineasten-Streitfrage: O-Ton oder Synchro? Wir wünschen gute Unterhaltung und freuen uns sehr über Kommentare auf unserer Seite oder eine Rezension bei iTunes.

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WA003 Fünf Patronenhülsen

Spanien. Wärmende Sonne, traumhafte Küsten. Doch nicht bei uns. Steinwüsten, ratternde Maschinengewehre und die Gier nach Wasser und Tabak. All das treibt die Protagonisten unserer heutigen Wiederaufführung um. Wir haben uns eingefunden, um das Kriegsdrama “Fünf Patronenhülsen” aus dem DEFA-Archiv zu entstauben.

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WA002 Schloss Gripsholm

Nachdem wir in unserer ersten Folge zwei Filme ohne jede Verbindung besprochen haben und uns dabei nach 140 Minuten die Puste ausgegangen ist, wollen wir ab sofort pro Ausgabe nur noch einen einzigen Film besprechen. Christian wünscht sich ausschließlich deutsche Filme und Max stellt pflichtbewusst die Literaturverfilmung “Schloss Gripsholm” vor. Anders als noch bei “Monpti”, werden wir uns diesmal allerdings nicht ganz einig, was die Qualitäten dieses Beziehungsdramas von Kurt Hoffmann angeht.