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Extrablatt #1: The Texas Chain Saw Massacre Blu-ray Disc – Turbine oder Turbine?

Im März 2012 veröffentlichte Turbine Classics in Deutschland die Ultimate Collector’s Edition von “The Texas Chain Saw Massacre”, ein Digipak, welches den Film auf DVD und Blu-ray Disc sowie jede Menge Extras auf zwei weiteren DVDs enthält. Im Dezember 2014 erschien dann zum 40. Geburtstag des Filmes eine Limited Edition (4.000 Einheiten) auf Blu-ray Disc. Im Folgenden soll ein Blick darauf geworfen werden, was die beiden Editionen unterscheidet und welche Gemeinsamkeiten sie besitzen. Der Schwerpunkt wird dabei auf dem Bonusmaterial liegen. Die “Turbine Steel Collection #1” wurde uns für diese Rezension freundlicherweise von Turbine zur Verfügung gestellt. Unseren Podcast zum Film könnt ihr HIER hören.

Die Aufbereitung des Hauptfilms

Wer sich für den Film in bestmöglicher, also am stärksten filmähnlicher, Qualität interessiert, für den ist diese Edition wie eine Eintrittskarte ins Paradies. Das 16mm-Original-Negativ wurde in 4K abgetastet, wodurch der Film nicht nur in schönsten Farben erstrahlt, sondern vor allem jede Menge Filmkorn aufweist. Die Tatsache, dass so wenig Filter wie möglich verwendet worden sind, um das Bild zu “verbessern”, lässt zwar eine minimale Anzahl von Defekten sichtbar werden, diese bewegen sich gefühlt allerdings höchstens im Promille-Bereich.
Wer sich daheim eine Soundanlage zugelegt hat, kann diese mit Abmischungen in unkomprimierten DTS-HD Master Audio 7.1-Spuren ausreizen. Diese unkomprimierten Tonspuren gibt es sowohl für die deutsche Sprachfassung wie auch die Originalversion. Auf die Gefahr hin, dass die technische Entwicklung den folgenden Satz knallhart altern lassen wird: Für heimische Geräte bietet diese Version den Film in nicht zu überbietender Bild- und Tonqualität an. Wer sich tiefergehend für technische Details (Bitraten, Kompression u. ä.) interessiert, dem sei noch der Beitrag des Users Gargi bei cinefacts empfohlen, bei dem die US-Ausgabe als Vergleich genutzt worden ist. Einen Bildvergleich zwischen den beiden Turbine-Ausgaben findet man bei Screenshotcomparison.com.

Mit wie viel Liebe für Details Turbine bei der Steel Collection #1 vorgegangen ist, lassen schon die Hinweistafeln vor dem Hauptmenü hören. Die Erläuterungen zum Urheberrecht und die Pflichteinblendungen zur FSK sind unterlegt mit den Tönen aus TCM, die Übergänge zwischen den Tafeln hat man wie die erste Szene des Films mit Blitzlichtern gestaltet und das Turbine-Logo ist mit Klängen des Liedes unterlegt, welches in der ersten Hälfte des Films zu hören ist.

Bereits von der Ultimate Collector’s Edition bekannt ist der Service, den Vorspanntext des Films sowohl in englischer wie auch in deutscher Sprache zur Verfügung zu stellen.

Die Extras

Schon bei der Covergestaltung haben sich alle Turbinen Gedanken gemacht. Als Verpackung hat man sich für ein Futurepak entschieden, welches sich beim Aufklappen als ein Hingucker erweist, denn Front und Rücken des Covers passen exakt aneinander.

Doch welche Bonusinhalte hat man auf die Film- und Bonus-Blu-ray Disc gepackt? Die einfache Antwort: jede Menge! Löblicherweise ist das komplette Bonusmaterial auch mit deutschen Untertiteln versehen worden.

Auf der Film-Disc finden sich stolze vier Audiokommentare:

  • AK mit Regisseur Tobe Hooper, Kameramann Daniel Pearl und Darsteller Gunnar Hansen (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    hier gibt es jede Menge Geschichten und Anekdoten zur Entstehungsgeschichte und auch zur Umsetzung diverser Szenen

  • AK mit den Schauspielern Marilyn Burns, Paul A. Partain und Allen Danziger sowie Ausstatter Robert A. Burns (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Hier liegt der Schwerpunkt ebenfalls auf dem Dreh und einige Erzählungen wiederholen sich, andere werden etwas anders geschildert. So kann man sich selbst überlegen, welche Geschichte nun wohl näher an der Wahrheit liegt.

  • AK mit Regisseur Tobe Hooper und David Gregory (Regie: TCM – The Shocking Truth) (NEU im Vergleich zur Ultimate Collector’s Edition)
    Ein hörbar gealterter Hooper erzählt wiederum einige Anekdoten, die bereits aus dem oberen Audiokommentar bekannt sind. Dennoch gestaltet sich der AK durch die Interviewsituation (Gregory richtet diverse Fragen an Hooper) durchaus kurzweilig.

  • AK mit Kameramann Daniel Pearl, Cutter J. Larry Carroll und Ton-Ingenieur Ted Nicolaou und moderiert von David Gregory (NEU im Vergleich zur Ultimate Collector’s Edition)
    David Gregory moderiert auch diese Gesprächsrunde, die natürlich schon größenbedingt etwas lockerer plaudert.

    Mit der Bonus-Disc kann man ebenfalls viele Stunden verbringen. Im Menü gibt es dabei eine vierfache Unterteilung in:

  • Dokumentationen
  • Interviews
  • Schneideraum
  • Marketing

    Die Dokumentationen:

  • TCM – The Shocking Truth: (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Diese über 70 Minuten lange, britische Dokumentation aus dem Jahr 2000 wartet mit jeder Menge Interviews von Cast und Crew auf, die jede Menge Anekdoten rund um die Entstehung des Films preisgeben. Ein hochgradig sehenswerter Einstieg in die Entstehungsgeschichte des Films.

  • TCM – The Shocking Truth (Outtakes): (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Und wem die Ausführungen aus der Doku nicht reichen, der bekommt hiermit noch eine weitere Ladung an Geschichten zum Filmdreh.

  • Flesh Wounds – Fleischwunden: (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Diese amerikanische Doku von 2006 trägt den Untertitel “Seven Stories of the Saw” und kommt insgesamt ebenfalls auf eine Laufzeit von über 70 Minuten. Wie der Titel erahnen lässt, gibt es sieben Erzählungen (Part One: Chainsaw Cameraman, Part Two: This Old House, Part Three: The Famous Mr. Ed, Part Four: In Memorium, Part Five: The Good Doctor, Part Six: Frightmares & Wastelands, Part Seven: Life After Leatherface) bei denen überwiegend Beteiligte des Films darüber sprechen, wie sich ihr Leben durch TCM verändert hat, wie es nach dem Film weiterging.

  • Das TCM-Haus – Mit Gunnar Hansen: (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Eine kurze (knapp acht Minuten lang) Tour durch das TCM-Haus mit Darsteller Gunnar Hansen.

  • Der geheiligte Boden des Horrors: (NEU im Vergleich zur Ultimate Collector’s Edition)
    Diese 20-minütige Episode aus der Serie Horrors Hallowed Grounds reist zu den Drehorten des Films und berichtet von der Geschichte der Orte. Allerdings gibt es auch diverse Nacherzählungen der Filmhandlung an den Orten, wobei die entsprechenden Szenen eingeblendet werden. Dadurch werden einige Ausführungen redundant.

  • TCM – A Family Portrait: (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Eine weitere Dokumentation (ca. 60 Minuten lang, 1988) in der Gunnar Hansen, Jim Siedow, Edwin Neal und John Dugan über ihre Erfahrungen beim Dreh plaudern.

  • Das 5-Minuten-Massaker: (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Als TCM noch sein Dasein auf dem Index fristete, schnitt man bei Turbine Szenen aus dem Original mit den gleichen Szenen aus dem Remake, wleches ab 18 Jahren freigegeben ist, aneinander um zu verdeutlichen, dass das Original in seiner grafischen Gewaltdarstellung keinesfalls härter wäre als die legal erhältliche Neuverfilmung.

    Die Interviews: (alle NEU im Vergleich zur Ultimate Collector’s Edition)

  • Off the Hook mit Darstellerin Teri McNinn
    Ein 17-minütiges Interview mit “Pam”, die davon erzählt, wie sie zu dem Film kam, was sie davon hielt, dass ihr Hintern gefilmt wird und natürlich die Sache mit dem Fleischerhaken.

  • Das Kettensägen Business mit Produktionsleiter Ron Bosman
    Bosman war für Schecks zuständig, für Organisation und noch vieles mehr. Ein hochinteressanter Einblick in die Arbeit eines Produktionsleiters. Der zudem auch Aufgaben übernehmen musste, für die es bei größeren Produktionen entsprechend weiteres Personal gibt. Dazu gibt es noch eine herrliche Anekdote rund um eine riesige Marihuana-Plantage sowie mafiöse Produktionsfirmen.

  • Aus Großvaters Nähkästchen mit Darsteller John Dugan
    “Grandpa” berichtet in diesem Interview vor allem von den diversen Erlebnissen mit den anderen Darstellern.

  • Der Kettensägenschnitt mit Cutter J. Larry Carroll
    Der für den Schnitt des Films zuständige Carroll gibt seine Eindrücke vom Dreh wieder und geht dabei auf die besonderen Herausforderungen – auch abseits der ständigen Hitze – ein.

    Der Schneideraum:

  • Lange verschollenes Schnittmaterial (NEU im Vergleich zur Ultimate Collector’s Edition)
    Eine Viertelstunde an gedrehtem Material bekommt man hier präsentiert. Wegen der Quellenlage ohne Ton. Das mindert jedoch nicht den Eindruck dieses Materials, das teilweise Filmszenen aus anderen Perspektiven enthält, ebenso wie Outtakes und zusätzliche Szenen.

  • Entfernte Szenen (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Satte 25 Minuten an Deleted Scenes kann man hier erleben. Dabei handelt es sich auch um alternative und/oder längere Einstellungen von bekannten Szenen (z. B. Grabschändung zu Beginn), kleine Ergänzungen (toter Hund am Straßenrand)

  • Outtakes (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
    Und auch an Patzern, lustigen Versprechern und ähnlichem gibt es ein bisschen (knapp über zwei Minuten) zu sehen.

    Das Marketing:

  • 40th Anniversary Trailer (NEU im Vergleich zur Ultimate Collector’s Edition)
    Ein für die Kino-Wiederaufführung zum 40. Geburtstag erstellter Trailer

  • Kinotrailer: USA (Erstaufführung) (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
  • Kinotrailer: USA (Wiederaufführung) (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
  • Deutschland Kinotrailer (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
  • 3 Fernsehspots (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)
  • 2 Radiospots (bereits auf der Ultimate Collector’s Edition enthalten)

    “Exklusiv” auf der Ultimate Collector’s Edition und nicht (mehr) auf der neuen Ausgabe vorhanden ist die hochinforamtive “Zensurrunde”, einem Gespräch von Jörg BUttgereit, Dr. Roland Seim, Dr. Stefan Höltgen und Turbine-Mitarbeiter Christian Bartsch, die Poster- und Fotogalerie sowie das Booklet/Buch, welches die Geschichte von TCM in Deutschland nachzeichnet und Kopien der diversen Dokumente zu Indizierung, Beschlagnahmung, Aufhebung der Beschlagnahmung etc. enthält.

    Diese auf 2.000 Einheiten limitierte Fassung (die Gesamtzahl der Limitierung beträgt 4.000 Stück, wobei die ersten 2.000 in die 40th Anniversary Limited Collector’s Edition gesteckt worden sind) ist in geringer Stückzahl noch erhältlich bei amazon: KLICK.


    In der Rubrik “Extrablatt” werfen wir in völlig unregelmäßigen Abständen einen Blick auf Heimkinoveröffentlichungen und vor allem deren Bonusmaterial.

  • Die Gespräche der Anderen #13

    Es sind schon wieder zwei Wochen vergangen und ein paar Sachen habe ich mir wieder anhören können.

    Auf Thomas’ Hinweis hin habe ich den IT-Cracks von projektor.fm mein Ohr geliehen. In ihrer ersten Episode befasst sich das Trio mit der Matrix. Dabei ist der Ansatz dem unseren nicht komplett unähnlich, sucht man doch anscheinend nach Filmen, die vor dem Jahr 2000 erschienen sind. Mal hören, was da noch so kommt. Ein wenig verwundert war ich allerdings darüber, dass es entweder keine Kommentarfunktion gibt – oder ich einfach zu blind war, diese zu finden.

    Beim Bahnhofskino ist die Bond-Reihe nun “richtig” gestartet. In der aktuellen Folge besprechen Daniel und Patrick ‘James Bond jagt Dr. No’ sowie ‘Der Frosch mit der Maske’. Jede Menge Spannung, Action und Dramatik sind also garantiert.

    Zudem gab es auch Rückmeldungen zu unserer Liebster-Award-Weiterreichungs-Aktion. Die CineCouch war zum Bersten gefüllt, als sie ihre Antworten ins Mikrofon sprach. Auch das Bahnhofskino hat sich im Bonus Podcast #14 unseren investigativen Fragen gestellt. Und als Dritter Podcast im Bunde hat sich auch Second Unit in Form der Mini Unit #4 in die Karten schauen lassen.

    Hier fehlt noch der beste deutschsprachige Filmpodcast der Welt und überhaupt? Na dann einfach in die Tasten gehauen und kommentiert! Vielleicht gibt’s dann in zwei Wochen auch eine kurze Besprechung.

    Die Gespräche der Anderen #12

    Das neue Jahr kommt langsam in Tritt und neben diversen Jahresrückblicken und 2014-Bestenlisten gibt es auch schon wieder eine Fülle neuer deutschsprachiger Filmpodcasts.

    Noch aus 2014 stammt der erste Gehversuch einer neuen Mainzer Runde neben der CineCouch. Bei Movies Are Our Drugs geht es bei der ersten Folge zunächst um die einzelnen Teilnehmer, die sich vorstellen und anschließend um Nolans Interstellar. Die Tonqualität der Aufnahme schwankt etwas, inhaltlich klingt das aber überaus brauchbar. Mal hören, ob da noch mehr kommt…

    Für Patrick und Daniel beim Bahnhofskino lief der Jahresausklang nicht wie gewünscht, denn der geplante Podcast zu Edward mit den Scherenhänden und Teuflische Weihnachten wurde zwar aufgenommen, doch ein Großteil war danach geschrottet. Und so geht es im neuen Jahr frisch mit Strange Days und Casino Royale in der Serie Climax! los. Bei Strange Days sind sich die beiden Herren erfreulich uneins und machen dadurch jede Menge Lust, mal wieder die Zukunftsvision der Vergangenheit zu entdecken.

    Erstmalig reingehört habe ich auch bei Filme der 80er. Die Folge zu Gotcha – Ein irrer Typ löste bei mir eher Desinteresse angesichts des Nacherzählens des kompletten Films aus. Erst in der zweiten Viertelstunde – die Folge ist mit etwa 30 Minuten auch als “Snack” hörbar – hörte ich gespannter zu als Dieter und Marcus deutlich mehr mit ihren persönlichen Eindrücken aufwarteten und ihre Meinungen kundtaten. Bei Der Tag des Falken habe ich dann auch noch reingehört. Hier nehmen sich die beiden Herren etwa eine Stunde Zeit, um den Film nachzuerzählen, was ich dann nach etwa 15 Minuten übersprungen habe und zu dem Teil der Folge gelangte, an dem über den Film geredet wird. Sehr lobenswert ist in diesem Zusammenhang auf jeden Fall die Kapitelfunktion der Episoden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich in weitere Folgen (aktuell gibt es neun Stück, die auch in einer schönen Übersicht zu finden sind) reinhöre. Die ausführliche Inhaltsnacherzählung ist für mich leider wenig interessant, die Meinungen und Erstkontakte mit den jeweiligen Filmen dafür umso mehr. Mal hören…

    Welche supertollen deutschsprachigen Filmpodcasts könnt ihr empfehlen oder wovon ratet ihr ab und vor allem WESWEGEN? Falls ihr bei den erwähnten Folgen reingehört habt, was haltet ihr von ihnen? Sonstige Anregungen, Wünsche, Kritik etc. können wie gewohnt gerne in die Kommentarspalte.

    Die Gespräche der Anderen #11

    Achja, die entspannt, besinnliche Weihnachts- und Jahreswechselzeit. Endlich kann man mal entspannen und sich genug Zeit für seine Hobbys nehmen. So die Theorie, in der Praxis war das dann wieder etwas anders. Daher gibt es die letzte Ausgabe 2014 auch erst heute, in 2015. Und damit: Ein frohes, neues Jahr allen Lesern und unseren Hörern sowie allen Filmpodcastern! Mögen auch in diesem Jahr viele Wiederentdeckungen, Neuerscheinungen und was nicht alles anstehen.

    Doch zum Thema. Den Auftakt macht diesmal wieder Christian:

    Der gute Schnitt ist ein Film-Podcast aus einer ganz speziellen Perspektive: Dirk und Theo arbeiten als Editoren im Filmgeschäft und berichten im lockeren Gespräch direkt aus der Praxis der Filmproduktion. Sie geben dabei spannende Einblicke in den Prozess der Montage und vermitteln ganz nebenbei auch viel Wissen über Funktion und Wirkung der Filmsprache. In der aktuellen Episode geht es unter anderem um die besondere Herausforderung, einen Rohschnitt zu bewerten. Dabei wird klar, wie komplex das Zusammenspiel von Bildschnitt, Tonmischung und Musik ist und wie viele Zahnräder noch ineinander greifen müssen, bevor ein Film nach Abschluß der Dreharbeiten auch tatsächlich fertiggestellt ist.

    Für mich (Max) gab es immerhin noch die Alien-Besprechung bei Enough Talk. In erneut entsprechender Länge (>2h) reden Arne und René über Ridley Scotts Film und schweifen auch wieder durch die halbe Galaxie (sprich Sequels, Äbbada etc.). Und während ich entspannt lausche, ärgere ich mich wieder ein bisschen darüber, dass ich den Film letztes Jahr nicht komplett im Kino mitgucken konnte.

    Ihr habt noch Empfehlungen, welche deutschsprachigen Filmpodcasts unbedingt mal auf unsere Ohren müssten? Dann einfach in die Kommentare damit. Gleiches gilt für Neujahrswünsche, Liebesbekundungen, Drohungen und sonstige Kritik.

    Die Gespräche der Anderen #10

    Na so etwas, nun schon die 10. Runde “Haste schön gehört?” und es ist – wenn alles klappt – nicht mal die letzte Ausgabe 2014. Hauptsächlich höre ich mich weiterhin durch das Archiv des Bahnhofskinos, aber es gibt natürlich auch aktuelle Sachen, die ich mir auf die Ohren gegeben habe.

    Den Auftakt macht diesmal die Stummfilm-Ausgabe von Second Unit. Christian und Tamino haben sich Fritz Langs Metropolis und Charlie Chaplins Modern Times vorgenommen. Bei Metropolis habe ich so ein paar Probleme, mir liegen da diverse Murnau-Filme wesentlich mehr – aber es ist immer schön, wenn Stummfilme Aufmerksamkeit bekommen. Bei mir ist Chaplin beispielsweise auch noch immer eine nahezu komplett weiße Landkarte. Zu den interessantesten Punkten heutiger Sicht auf Stummfilme ist aus meiner Sicht das “Erkennen”, wie viele Tricks, Kniffe und einfälle es damals schon gab, die im heutigen Kino manchmal sogar als innovativ abgefeiert werden. Eine äußerst hörenswerte Folge.

    Ein wenig Verwunderung meinerseits dann angesichts der Tatsache, dass ausgerechnet David Lynch anscheinend den Vorweihnachtszeiteignungstest großformatig besteht. Gleich zweifach wird dem Regisseur mit dem ganz speziellen Blick auf menschliches Zusammenleben eine Besprechung zuteil.
    Zum Einen ist da die Kleinstadt Twin Peaks, derer sich Daniel und Patrick im Bahnhofskino angenommen haben. Die beste Stelle der Folge ist für mich selbstverständlich das Intro, alles danach kann nur schlechter sein. 😉 Dem großen Plan, die ganze Serie in rund zwei Stunden zu besprechen, fallen logischerweise einige besprechenswerte Aspekte zum Opfer. Dennoch gibt es einige interessante Perspektiven und auch wieder jede Menge persönlicher Einblicke.

    Und wiederum bei Second Unit gab es den Ausflug in den Mulholland Drive. Dort haben sich die Kieler direkt noch Unterstützung in Form von SciFiFilme.net-Martin geholt, um so Lynchs Film vielleicht irgendwie auf die Schliche zu kommen. Wie ich schon in einer der vorherigen Ausgaben zu einer SpoilerAlarm!-Epsiode schrieb, macht das Zuhören vor allem auch deswegen Spaß, weil man durchaus mitbekommt, wie beim Gedankenaustausch der drei einige Aspekte auf einmal schlüssig erscheinen oder zumindest klarer werden. Meine (bislang einzige) Sichtung des FIlms liegt schon eine ganze Zeit zurück, Lust auf eine erneute Sichtung macht die Folge allemal.

    Das war es auch schon wieder mit den Gesprächen der Anderen. Ich habe noch keinerlei Ahnung, ob und wie viele Ausgaben ich bis zum nächsten Mal höre, zumal ich auch schon eine Liste an deutschsprachigen Filmpodcasts habe, wo noch genügend unerwähnte Sachen dabei sind, weil ich es einfach noch nicht geschafft habe, reinzuhören. Wie immer können weitere Tipps gerne in die Kommentare.

    Die Gespräche der Anderen #9

    Uiuiui, da habe ich doch glatt den Termin (fast) verpasst. Deswegen schön konfus und knackig kurz meine letzten Hörerlebnisse:

    Neu reingehört habe ich bei dem offenbar durchaus bekannten Podcast Sexy Cripples. Den Einstieg habe ich mir mit der “The Raid 2”-Ausgabe gegönnt. Besprochen werden nach meinem flüchtigen Blick überwiegend aktuelle Filme. Wer nicht nur hören möchte, kann sich die Ausgaben bei YouTube auch ansehen. Leidenschaftlich und schön subjektiv gibt es frei heraus die entsprechenden Meinungen auf die Ohren.

    bei Enough Talk habe ich nun mal die dritte Folge – Snowpiercer – nachgeholt, wobei sich bei den beiden Herren langsam eine Routine bemerkbar macht. Und dass unser Podcast genannt wird, ist natürlich auch überaus erwähnenswert. 😉

    Sehr viel Spaß hatte ich beim SpoilerALARM mit deren Ausgabe zu Raumpatrouille Orion. Das beginnt bei den Ansagen der Serie, die Alex nachspricht und setzt sich bis zum “Lustobjekt” fort. Das macht richtig viel Lust darauf, sich mit der Raumpatrouille durch die (nicht übermäßig lange) Serie zu kämpfen.

    Das soll es diesmal auch schon gewesen sein. In zwei Wochen dann hoffentlich wieder etwas geordneter – und ausführlicher…

    Die Gespräche der Anderen #8

    Die ersten Empfehlungen gibt es dieses Mal von Christian:
    Lars Engelmann alias Herr von Speck ist wahrlich kein Neuling in der deutschen Podcast-Szene. Seit September diesen Jahres publiziert er nun auch die Speckschau, bei der neben Comics und Serien vor allem Filme besprochen werden. Nie länger als eine Viertelstunde, vermitteln diese kurz-knackigen Gedankennotizen in Audioform einen guten Ersteindruck, die zum Nachschauen anregen.

    Bei Schöner Denken gibt es neben gelegentlichen Filmbesprechungen auch immer wieder kompakte Interviews mit Filmemachern und Cineasten, zuletzt mit Jan Peschel, einem der Leiter von FILMZ – dem Festival des deutschen Kinos in Mainz und Podcaster bei der CineCouch.

    Ich habe in den letzten zwei Wochen “nur” folgende Podcasts gehört:

    Bisher unbekannt für mich war der Narrentalk von DVDNarr.com. Über ein Forum darauf gestoßen, habe ich wegen Under the Skin in deren 116. Folge reingehört. Die Analyse zu Under the Skin war dabei durchaus hörenswert, allerdings wünsche ich mir ja immer auch Diskussionen zu Filmen. Hier war es eher eine Filmvorstellung.

    Stammhörer bin ich ja mittlerweile beim Bahnhofskino. Die Archiv-Wühlerei ist in den letzten beiden Wochen zwar zu kurz gekommen, aber die aktuellen Ausgaben zum Kinojahr 1978 und dem Anime-Doppelpack Akira und Perfect Blue habe ich durchgehört. Da gibt es unterhaltsame Anmerkungen zu nicht gesehenen Filmen (Jaws! E.T.!) und neugierig machen die Gespräche vor allem auf Akira, der ja kürzlich in Deutschland auch auf Blu-ray Disc (OFDb-Fassungseintrag*) erschienen ist.

    Erwähnt sei auch die Halloween-Ausgabe von Spätfilm, bei der sich Paula und Daniel mal Nosferatu, Murnaus Stummfilmklassiker, angesehen haben. Neben der für mich bekannten Geschichte rund um die Entstehung des Films und den Rechtsstreit (die Produzenten hatten sich nicht die Filmrechte an Dracula gesichert und Stokers Witwe daraufhin erfolgreich geklagt) gibt es auch diverse mir unbekannte Fakten rund um das Werk.

    Im Anzug sowie mit Martini und Pokerkoffer haben sich die Kollegen von der CineCouch getroffen und ausgehend von Daniel Craig einen Blick auf Casino Royale, Quantum of Solace und Skyfall geworfen. Ich bin von allen drei Filmen durchaus angetan, was bei der Couch deutlich kontroverser diksutiert wird.

    Das ist es dann auch schon wieder gewesen mit Christians und meinen Hörerfahrungen der letzten zwei Wochen. Ausgabe #9 dann entsprechend wieder in 14 Tagen an gleicher Stelle. Wenn ihr der Meinung seid, euer Podcast muss hier auch mal erwähnt werden oder ihr den Podcast-Geheimtipp aus der deutschsprachigen Filmpodcast-Szene habt, dann sagt es uns in den Kommentaren!